6 Tage Seeluft und sämtlicher Regen, der angesagt war, regnete sich aus, bevor ich meine Schühchen vor irgendeine Haustür gesetzt habe - so soll das sein, so war das geplant.
Highlight-Ort:
Sahlenburg, der Strand, nicht die paar Häuser davor. Ich gebe zu, die Hochhäuser direkt am Meer sind meine Sache nicht, aber wenn man denen den Rücken kehrte, dann hielt man seine Nase direkt in den Seewind und vor einem lag ein großes schlickiges Nichts. Der
Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer. Eigentlich war ich ans Meer gefahren um eine Menge Wasser zu sehen, unglücklicherweise hatte ich davor nicht in den Tidenkalender geschaut. So kam ich am Meer an und es war gerade nicht zuhause. War aber nicht schlimm, ich bin sehr genügsam und phantasievoll dazu.
Himmel mit Watt
Highlight-Schiff: Die
Hansekogge! Bzw. der Nachbau einer im Bremer Schlick gefundenen mittelalterlichen Kogge. Das Original wurde konserviert und ist heute im
Deutschen Schifffahrtsmuseum Bremerhaven zu bewundern, ich kenn das noch als es in einem komisch riechenden Glaskasten lag, mittlerweile steht es aufgebaut in einer Halle dieses Museums. Dieses Jahr stand ich gerade zufälligerweise an der Bremerhavener Sportbootschleuse, als die "Ubena von Bremen", so der Name des Nachbaus, in See stach. Und dabei hatte sie einen Affenzahn drauf, motorbetrieben allerdings.
Die Hansekogge
Highlight-Spruch: Gehört am Bremerhavener Busbahnhof. Stehen da zwei Männer an der Wand, warten auf den Bus und diskutieren über Vorträge. Sagt der eine zum anderen, in norddeutscher Sprachfärbung, die nachzuahmen mir unmöglich ist: "Weißt du, dein Problem ist eben, dass du dich vor Leuten nicht so gut interpretieren kannst."
"Artikulieren, Mann, artikulieren ist auch so eine Sache..." dachte ich mir bloß und stieg grinsend in den nächsten Bus.